trinkende Frau an der Bar

Vor dem Trinken lieber eine Grundlage schaffen. Oder: Frauen vertragen nicht so viel Alkohol wie Männer. Diese Alkohol-Mythen kennt wohl jeder. Aber was stimmt und was nicht?

Weshalb fühlt man an manchen Abenden schneller betrunken obwohl man nicht mehr trinkt als sonst. Die britische Seite „Alcohol Gifts“ räumt mit ein paar Alkohol Mythen und Legenden auf und hat 5 Fakten gesammelt, die direkten Einfluss auf den Alkohol-Pegel haben. Es geht aber nicht nur um den Alkohol sondern auch um unser Essen.

Essen:

Soll man wirklich eine „Grundlage schaffen“? Hilft das wirklich? Ja, das bringt etwas. Wer eine ausgiebige Mahlzeit zu sich nimmt, bei dem wandert der Alkohol nicht so schnell ins Blut. Da man das Essen zuerst aufnimmt und es schließlich verbrannt werden muss.

Geschlecht:

Unser Muskelgewebe bindet einen hohen Anteil an Wasser und dadurch wird der Alkohol verdünnt. Weiter gibt es die Vermutung, dass Frauen über weniger Enzymen verfügen, die den Alkohol abbauen.

Alter:

Aufgrund es Alters wird Alkohol besser und dadurch auch schneller verarbeitet. Es gibt auch Behauptungen, dass der Körper sich an die persönlichen Trinkgewohnheiten anpasst und außerdem die Bildung von Enzymen zum Alkoholabbau mit dem Alter zunimmt.

Kohlensäure:

Das Kohlensäure den Magen aufbläht ist jedem bekannt. Das kommt daher, dass unser Körper diesen Zustand schnell ändern möchte und er leitet die Kohlensäure weiter.

Durch das rasche Weiterleiten gelangt im Falle von Alkoholkonsum das Hochprozentige schneller in die Blutbahnen. Die Folge ist, dass sprudelhaltige Drinks wie Champagner oder Sekt deshalb nach kürzerer Zeit zu spüren sind.

Stress:

Unser Körper prodoziert bei Stress mehr Hormone als sonst. Ist man also gestresst, so steigert der Körper die Anzahl an Hormone. Diese regen den Stoffwechsel an und somit auch die Aufnahme von Alkohol.

Dass Betrunkenen nichts passiert, ist zwar ein Sprichwort, entspricht aber leider nicht der Realität. Gerade Betrunkene gehen erhöhte Risiken ein. Die Produktion der “γ-Aminobuttersäure“ ist schuld daran. Diese reduziert nämlich die Kommunikation zwischen den Zellen und dem Gehirn.

Das Gehirn spielt beim Alkoholkonsum generell eine große Rolle. Die herumschwirrenden Neurotransmitter werden beim Alkoholgenuss so beeinträchtigt, dass sie ihre Aufgaben nicht mehr richtig erfüllen können. Davon betroffen sind dann das Gleichgewichtsgefühl, das Sprachvermögen, die Reaktionsschnelligkeit und die Urteilskraft. Alle Funktionen nehmen im betrunkenen Zustand rapide ab.

Zum Schluss die alles entscheidende Frage: Wie verbrennt man am besten und vor allem am schnellsten den Alkohol?

Die Antwort verspricht leider nicht das allseits gesuchte Wunder-Heilmittel. Der ganz natürliche Ausnüchterungsprozess des Körpers ist laut „Alcohol Gifts“ immer noch die wirksamste Methode. Abhängig von Körperbau, Geschlecht und diversen anderen Faktoren baut der Körper ca. 0,1-0,2 Promille pro Stunden ab. Schade eigentlich. Denn feuchtfröhliche Sommerabend ohne Nebenwirkungen wünschen wir uns manchmal doch irgendwie alle.